Enzyme einfach erklärt

Da es nur sehr wenige Ausnahmen gibt, kann man Enzyme als Proteine bezeichnen. Enzyme sind ein sogenannter Biokatalysator. Chemische Reaktionen brauchen Wärme. Da Sie Ihre Körpertemperatur nicht einfach um ein paar Grad nach oben setzen können, brauchen Sie Enzyme. Sie reduzieren die Aktivierungsenergie. Dadurch ermöglichen die Enzyme, dass chemische Prozesse im Körper schnell und bei 37° Celsius stattfinden können.

Enzyme ermöglichen also eine Reaktion genau dann, wenn sie gebraucht wird. Haben sie erst einmal eine Reaktion abgeschlossen, kann es mit der nächsten schon weitergehen. Enzyme haben nach einem Prozess immer noch die gleichen Eigenschaften, wie vor dem Prozess. Das macht sie für Ihren Stoffwechsel und viele weitere Aufgaben in Ihrem Körper unverzichtbar.

So einfach die Definition von Enzymen auch ist, so komplex sind die individuellen Wirkungsweisen im Körper.

 

Aufbau von Enzymen

Der Kern im Inneren jedes Enzyms hat einen individuellen Aufbau. Hierbei spricht man vom Schlüssel-Schloss-Prinzip. Jedes Enzym hat eine spezielle Aufgabe. Es benötigt hierfür das passende Substrat. Aus dem passenden Substrat kann es auch nur ein spezielles Protein erzeugen. Das passiert zum Beispiel beim Essen. Wenn Sie gerade ein Brot essen, werden Enzyme aktiv, deren Kern zu den Inhaltsstoffen im Brot passen. Dies beginnt bereits im Mundraum. Dadurch beginnt die Zerlegung von Kohlenhydraten in einfachen Zucker.

Die Enzyme Peroxidase und Muramidase befinden sich ebenfalls in Ihrem Speichel. Sie schützen vor Infektionen und Krankheiten, indem sie Bakterien und Krankheitserreger bekämpfen. Essen Sie jedoch Käse, wandert dieser erst in den Magen. Das in der Magenwand vorhandene Enzym Pepsin beginnt erst hier mit seiner Aufgabe.

 

Die wichtigsten Enzyme im Verdauungssystem

Enzyme zersetzen Stoffe oder setzen diese zusammen. Dies ist eine wichtige Aufgabe in unserem Verdauungssystem. Hier unterscheidet man folgende Enzyme:

  • Amylasen: sie spalten die Kohlenhydrate in einfachen Zucker

  • Lipasen: durch dieses Enzym werden Fette zu Fettsäuren aufgespaltet

  • Peptidasen: Enzyme die Eiweiße / Proteine in Aminosäuren zerlegen

 

Enzyme in der Medizin

Egal ob in der Biologie, Chemie, Medizin oder Nahrungsmittelherstellung, Enzyme sind das unverzichtbare Spezialwerkzeug. In der Medizin kann man anhand einer übermäßigen Aktivität von Enzymen auf Entzündungen schließen. Ein Blutzuckerteststreifen für Diabetiker funktioniert ebenfalls mit Enzymen.

Heute geht die Medizin davon aus, dass viele Krankheiten in engerem Zusammenhang mit Entzündungen stehen als bisher angenommen wurde. Daher befassen sich viele Studien mit den Möglichkeiten von Enzymtherapien. Die Enzymbildung nimmt mit dem Alter jedoch ab. Daher kann die gezielte Zufuhr von ihnen hilfreich sein. In unseren Apotheken beraten wir Sie umfassend zu dem Thema. Sie erfahren bei uns, mit welchen Enzymkombinationen Sie Ihrem Körper helfen können.

 

Enzyme im Alltag

Sie finden Enzyme sehr häufig in Ihrem Alltag. So sind sie auch Teil Ihres Waschmittels. Die meisten Waschmittel enthalten die Enzyme Lipase, Amylase und Protease. Dadurch werden Stärke, Eiweiße und Fette aus unserer Wäsche gelöst. Daher sollten Sie auf eine hohe Temperatureinstellung der Waschmaschine verzichten. Enzyme vertragen sehr hohe Temperaturen nicht. So ermöglichen sie Ihnen gute Waschergebnisse bei niedrigen Temperaturen. Das spart Energie und somit bares Geld. Außerdem tragen die Enzyme dazu bei, dass Backwaren weniger klebrig sind und besser aufgehen. Auch die Herstellung von Bier wäre ohne Enzyme nicht möglich.

Bromelain ist heutzutage schon sehr bekannt. Es enthält das Enzym Protease. Bromelain ist ein Gemisch aus Enzymen und stammt aus der Ananaspflanze. Um zum Beispiel von der entzündungshemmenden Wirkung von Bromelain zu profitieren, müssten Sie ca. 32 Kilogramm unreife Ananas essen.

In Ihren Apotheken können wir es Ihnen leichter machen. Profitieren Sie in einem persönlichen Gespräch von unserer langjährigen Erfahrung. Vor Ort erklären wir Ihnen die unterschiedlichen Wirkungsweisen von Enzymen.

 

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